Eindrucksvoll und majestätisch ist wohl die treffendste Beschreibung, wenn man vor den Cascate dell’Acquafraggia, den Wasserfällen des Gebirgsbachs Acquafraggia, steht. Ein Wasserlauf, der an der Schweizer Grenze, auf 3.050 m ü.d.M. an der Cima di Lago entspringt und in der Val Bregaglia im Valchiavenna in ein weithin sichtbares Wasserfallsystem mündet. Obwohl diese hohen Kaskaden nicht die einzigen Unterbrechungen des Wasserlaufs des Acquafraggia sind, war die außergewöhnliche Schönheit dieser Wasserfälle bereits Leonardo da Vinci bekannt, wie man in seinem Codex Antlanticus nachlesen kann. Die Eleganz wird zu einem beeindruckenden Naturschauspiel, sobald man sich den tosenden Wassermassen nähert, was dank eines gut ausgebauten Weges möglich ist. Der Weg führt an Kastanienbäumen und Felsen vorbei bis zum oberen Ende der Wasserfälle und bietet von verschiedenen Terrassen aus die Möglichkeit, dieses Naturdenkmal aus nächster Nähe zu bewundern und gleichzeitig den Blick über das gesamte Tal schweifen zu lassen.
Die Cascate dell’Acquafraggia sind zudem Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderwege. Besonders bemerkenswert ist der Weg ins Bergdorf Savogno, ein kulturell und historisch bedeutender Ort. Der steile Saumpfad, größtenteils mit Stufen versehen, verbindet diesen scheinbar von der Zivilisation vergessenen Ort mit dem Rest der Welt.

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Er erfordert zwar Anstrengung, belohnt jedoch mit einem unvergleichlichen Panorama über das Valchiavenna. Savogno selbst hingegen wirkt wie ein Dorf, in dem die Zeit stehengeblieben ist – ein Ausflug dorthin bleibt für immer in Erinnerung.